Archäologische Studie zu ausgewählten Aspekten der mittelalterlichen Handwerkstopographie im deutschsprachigen Raum : Bestandsaufnahme der Handwerksbefunde vom 6. - 14. Jahrhundert und vergleichende Analyse.

Archäologische Studie zu ausgewählten Aspekten der mittelalterlichen Handwerkstopographie im deutschsprachigen Raum : Bestandsaufnahme der Handwerksbefunde vom 6. - 14. Jahrhundert und vergleichende Analyse.

Enthalten in
Veröffentlicht durch
Universitätsbibliothek der Eberhard Karls Universität Tübingen: Tübingen, DE <http://www.ub.uni-tuebingen.de/>
Jahr
2004
Technische Bereitstellung
Tübinger Online-Bibliotheksinformations- und Ausleihsystems (TOBIAS-lib): Tübingen, DE <http://www.ub.uni-tuebingen.de/pro/elib/tobias.php>
Von

Baumhauer, Matthias

Dissertation von Matthias Baumhauer (2004): "Gegenstand der Untersuchung ist ein topographischer Vergleich mittelalterlicher Handwerke zwischen dem 6.-14. Jahrhundert nach Christus nach archäologischen Quellen. Als Arbeitsgebiet werden große Teile Deutschlands und der Nordschweiz gewählt. Grundlage der Analyse ist eine umfassende Bestandaufnahme der mittelalterlichen Handwerksbefunde, die bis 1999 ausgegraben und veröffentlicht worden sind. Behandelt werden die folgenden Materialgruppen: Keramikherstellung, Knochen- und Geweihverarbeitung, Metallverarbeitung, Glasherstellung, Lederverarbeitung, Holzverarbeitung und Textilherstellung. Auf dieser Basis wird untersucht, welche Handwerke sich in welchem Zeitraum in bestimmten Siedlungsformen (ländliche Siedlungen, Siedlungsagglomerationen, Burgen, Städte) nachweisen lassen. Die vergleichende Analyse der mittelalterlichen Handwerksbefunde ergibt, dass während des betrachteten Zeitraumes von einheitlichen Einwicklungen innerhalb des deutschsprachigen Raumes ausgegangen werden kann. Bei der Weiterverarbeitung von Produkten aus Knochen, Geweih und Edelmetallen lässt sich während bestimmter Jahrhunderte eine bevorzugte Nutzung durch den Hochadel und vergleichbare gesellschaftliche Schichten erschließen. Die Herstellung bestimmter Produkte in Städten des Hochmittelalters kann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mit speziellen Herstellungsplätzen verbunden werden. In den mittelalterlichen Städten ist die besondere Bedeutung des Marktplatzes als Ort der Herstellung bzw. der Weiterverarbeitung für bestimmte Materialgruppen herausgearbeitet worden. Aufbauend auf ein neu erstelltes Kriterienbündel ist der Versuch unternommen worden, "Grubenhäuser", die fast ausschließlich für das Textilhandwerk verwendet worden sind, von "Kellern" abzugrenzen, für die eine differenziertere Nutzung nachgewiesen werden konnte. [...]"

Sprache

german


Land

Deutschland